Glänzende Haut
Ihre Haut glänzt schon wieder?
Warum Fettglanz entsteht und wie Sie Ihre Haut richtig pflegen
Morgens war noch alles in Ordnung. Sie haben Ihr Gesicht gereinigt, Ihre Creme aufgetragen
und vielleicht ein wenig Make-up verwendet.
Doch schon wenige Stunden später glänzen Stirn, Nase und Kinn. Sie greifen zum Puder,
tupfen die Haut ab – und am Nachmittag beginnt das Ganze von vorn.
Dabei muss glänzende Haut keineswegs ungepflegt sein. Häufig ist sogar das Gegenteil der Fall:
Sie reinigen besonders gründlich und verwenden Produkte, die überschüssiges Hautfett entfernen sollen.
Aber warum glänzt die Haut überhaupt? Und lässt sich etwas dagegen tun, ohne sie ständig zu entfetten?
Warum produziert unsere Haut Fett?
Unsere Haut besitzt zahlreiche Talgdrüsen. Sie bilden eine fetthaltige Substanz,
den sogenannten Talg oder Sebum. Dieser verteilt sich auf der Hautoberfläche und
ist ein natürlicher Bestandteil ihres Schutzfilms. Talg ist also keineswegs überflüssig.
Er trägt dazu bei, die Haut geschmeidig zu halten und sie vor dem Austrocknen zu schützen.
Wie viel Talg unsere Haut produziert, ist individuell verschieden.
Eine wichtige Rolle spielen die genetische Veranlagung und hormonelle Einflüsse.
Besonders viele Talgdrüsen befinden sich im Gesicht, vor allem an Stirn, Nase und Kinn.
Deshalb macht sich Fettglanz häufig zuerst in dieser sogenannten T-Zone bemerkbar.
Bei manchen Menschen glänzt das gesamte Gesicht, bei anderen bleiben die Wangen eher trocken.
Dann spricht man häufig von Mischhaut.
Ist glänzende Haut automatisch fettige Haut?
Nicht unbedingt. Ein leichter Glanz kann durch den natürlichen Hautfilm entstehen. Auch eine reichhaltige Creme,
Sonnenschutz oder Make-up können die Hautoberfläche glänzender erscheinen lassen. Entscheidend ist deshalb,
wann und wie der Glanz entsteht.
Fühlt sich die Haut bereits kurz nach der Reinigung wieder fettig an,
kann eine erhöhte Talgproduktion dahinterstecken.
Glänzt sie dagegen vor allem unmittelbar nach dem Eincremen,
lohnt sich zunächst ein Blick auf die verwendeten Pflegeprodukte.
Auch trockene oder feuchtigkeitsarme Haut kann gleichzeitig glänzende Partien aufweisen.
Hautfett und Hautfeuchtigkeit sind nämlich nicht dasselbe. Wer Fettglanz beobachtet,
sollte deshalb nicht automatisch zu einer möglichst stark entfettenden Pflege greifen.
Warum wird die Haut im Laufe des Tages immer glänzender?
Die Talgdrüsen arbeiten kontinuierlich. Der gebildete Talg gelangt an die Hautoberfläche und verteilt sich dort.
Wie deutlich er sichtbar wird, hängt unter anderem von der individuellen Talgproduktion,
der Hautbeschaffenheit und den verwendeten Pflegeprodukten ab.
Auch Wärme kann Fettglanz auffälliger machen. Bei hohen Temperaturen kommt zusätzlich Schweiß hinzu,
sodass die Haut noch stärker glänzend wirken kann.
Hormonelle Veränderungen können die Talgproduktion ebenfalls beeinflussen.
Deshalb verändert sich das Hautbild bei manchen Frauen während des Monatszyklus
oder in unterschiedlichen Lebensphasen.
Wichtig zu wissen: Fettglanz bedeutet nicht automatisch, dass die Haut schmutzig ist oder häufiger gereinigt werden muss.
Warum zu viel Reinigung keine gute Lösung ist
Wer sich über glänzende Haut ärgert, möchte das überschüssige Fett möglichst schnell entfernen. Das ist verständlich.
Problematisch wird es, wenn das Gesicht mehrmals täglich mit stark entfettenden Reinigungsprodukten gewaschen wird.
Dabei können neben überschüssigem Talg auch Bestandteile des natürlichen Hautschutzfilms entfernt werden.
Die Haut fühlt sich anschließend vielleicht zunächst angenehm fettfrei an, kann aber gleichzeitig trocken,
gespannt oder gereizt reagieren.
Deshalb sollte die Reinigung gründlich, aber möglichst mild sein. In der Regel genügt es,
das Gesicht morgens und abends zu reinigen. Wer zwischendurch Fettglanz reduzieren möchte,
kann überschüssiges Hautfett vorsichtig mit einem geeigneten Kosmetiktuch oder speziellen Blotting Papers abnehmen.
Das ist häufig sinnvoller, als die Haut immer wieder vollständig zu waschen.
Braucht fettige Haut überhaupt eine Creme?
Ja. Auch fettige Haut benötigt eine passende Pflege. Der häufigste Denkfehler besteht darin,
Hautfett mit Feuchtigkeit gleichzusetzen.
Doch selbst eine Haut mit ausgeprägter Talgproduktion kann feuchtigkeitsarm sein.
Wer vollständig auf eine Creme verzichtet, löst deshalb nicht automatisch das Problem.
Entscheidend ist die Formulierung. Bei fettiger Haut sind häufig leichte, gut einziehende Texturen angenehm,
die Feuchtigkeit spenden, ohne einen ausgeprägten Fettfilm zu hinterlassen.
Fluids, leichte Cremes oder geeignete Seren können hierfür infrage kommen.
Eine gute Pflege sollte nicht das Ziel haben, die Haut möglichst trocken erscheinen zu lassen.
Sie sollte für ein angenehmes Hautgefühl sorgen und den sichtbaren Fettglanz möglichst gering halten.
Welche Pflege hilft gegen Fettglanz?
Für fettige Haut gibt es spezielle Pflegeprodukte, die auf ein mattierteres Hautbild ausgerichtet sind.
Ein Beispiel ist die Pure Skin Cream von phytobase.
Diese leichte Creme wurde für fettige und zu Unreinheiten neigende Haut entwickelt.
Sie enthält unter anderem den Wirkstoffkomplex Seboclear sowie pflegende Inhaltsstoffe wie Bisabolol und Allantoin.
Die Creme zieht schnell ein und ist darauf ausgelegt, einen weniger glänzenden, seidig-matten Teint zu hinterlassen.
Auch das Purifying Serum aus der Skin Clear Serie von Mila d’Opiz ist für fettige und unreine Haut vorgesehen.
Es enthält unter anderem den Wirkstoffkomplex AC.net sowie ausgewählte Pflanzenextrakte.
Seine leichte Textur macht es zu einer möglichen Ergänzung der täglichen Pflege,
wenn glänzende Hautpartien und Unreinheiten gemeinsam auftreten.
Für die Reinigung eignet sich beispielsweise das Cleansing Gel von phytobase,
das ausdrücklich für Mischhaut und fettige Haut vorgesehen ist und überschüssigen Talg schonend entfernt.
Wer zusätzlich zu einer klärenden Maske greifen möchte,
findet mit der Pure Skin Mask von phytobase eine entsprechende Möglichkeit.
Sie enthält Kaolin, eine mineralische Tonerde, die überschüssiges Hautfett aufnehmen
kann und dadurch zu einem mattierteren Erscheinungsbild beiträgt.
Welche Kombination sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die Haut ausschließlich glänzt
oder zusätzlich zu Unreinheiten, Trockenheit oder Empfindlichkeit neigt.
Muss ich bei Fettglanz auf Make-up verzichten?
Nein. Allerdings lohnt sich die Wahl einer passenden Textur. Leichte, nicht zu reichhaltige Make-up-Produkte
sind bei fettiger Haut häufig angenehmer. Mattierende Formulierungen können helfen, den Glanz optisch zu reduzieren.
Auch ein wenig Puder kann zwischendurch nützlich sein.
Wird jedoch immer wieder neues Puder auf bereits fettige Haut aufgetragen,
kann das Make-up mit der Zeit ungleichmäßig wirken. Besser ist es häufig,
überschüssiges Hautfett zunächst vorsichtig abzutupfen und erst danach bei Bedarf etwas Puder zu verwenden.
So bleibt das Hautbild natürlicher, ohne dass mehrere Schichten übereinander entstehen.
Kann man die Talgproduktion dauerhaft abstellen?
Die Talgproduktion ist eine natürliche Funktion unserer Haut. Sie vollständig zu unterdrücken,
wäre weder sinnvoll noch wünschenswert. Kosmetische Pflege kann überschüssigen Talg entfernen,
das Erscheinungsbild der Haut mattieren und dabei helfen, die Pflegeroutine besser auf fettige Haut abzustimmen.
Wie stark die Talgdrüsen arbeiten, lässt sich damit jedoch nicht beliebig oder dauerhaft verändern.
Treten neben starkem Fettglanz ausgeprägte Unreinheiten,
schmerzhafte Pickel oder andere auffällige Hautveränderungen auf, kann eine dermatologische Abklärung sinnvoll sein.
Glänzende Haut braucht Balance statt radikaler Entfettung
Vielleicht liegt die wichtigste Erkenntnis darin, dass Hautfett nicht unser Feind ist.
Es gehört zu einer gesunden Hautfunktion. Erst wenn die Haut übermäßig glänzt oder das Hautbild
als störend empfunden wird, entsteht der Wunsch nach einer Veränderung.
Die richtige Antwort darauf ist nicht, möglichst viel Fett zu entfernen. Vielmehr geht es darum,
überschüssigen Talg schonend abzunehmen, die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen
und Pflegeprodukte auszuwählen, die zum individuellen Hautzustand passen.
Denn schöne Haut muss nicht vollkommen matt sein.
Sie sollte sich vor allem angenehm anfühlen und gut gepflegt aussehen.