Schuppige Haut

Ihre Haut schuppt sich – obwohl Sie sie regelmäßig pflegen?
Warum Hautschuppen entstehen und was Ihre Haut jetzt wirklich braucht

Sie stehen morgens vor dem Spiegel und entdecken kleine, helle Hautschüppchen an der Nase,
auf der Stirn oder an den Wangen. Vielleicht fallen sie erst richtig auf, wenn Sie Ihre
Tagescreme aufgetragen haben.  Oder wenn sich das Make-up an einzelnen Stellen absetzt und
die Haut plötzlich uneben aussieht.
 
Sie cremen etwas reichhaltiger,
doch die Schüppchen verschwinden nicht unbedingt.
Manchmal fühlt sich die Haut gleichzeitig gespannt an, manchmal glänzt sie sogar.
Und gelegentlich kommen Rötungen oder Juckreiz hinzu.

Schuppige Haut kann unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb ist es wichtig, nicht nur
die sichtbaren Schuppen zu betrachten, sondern auch darauf zu achten, wie sich die Haut
insgesamt verhält.




Warum bildet unsere Haut überhaupt Schuppen?
Unsere Haut erneuert sich fortlaufend. In den tieferen Schichten der Oberhaut entstehen neue
Hautzellen, die allmählich an die Oberfläche wandern. Dort bilden sie einen Teil der
Hornschicht und werden schließlich als abgestorbene Hornzellen abgestoßen.

Dieser Vorgang gehört zur normalen Hautfunktion. Meist bemerken wir davon überhaupt
nichts, weil sich die einzelnen Hornzellen nahezu unsichtbar von der Hautoberfläche lösen.

Anders sieht es aus, wenn sich Hornzellen in größeren Verbänden ablösen oder ihre Abschilferung
verändert ist. Dann werden kleine, trockene Hautplättchen sichtbar. Die Oberfläche kann rau
wirken und sich stellenweise unangenehm anfühlen.

Schuppen sind also nicht grundsätzlich etwas Ungewöhnliches. Auffällig werden sie erst,
wenn der natürliche Erneuerungsprozess der Haut aus dem Gleichgewicht gerät oder
die Hautoberfläche stärker belastet wird.


Bedeutet schuppige Haut immer, dass sie zu trocken ist?
Nein. Das ist einer der häufigsten Irrtümer. Trockene Haut kann durchaus schuppen.
Wenn der Hornschicht Lipide fehlen oder sie Feuchtigkeit nicht ausreichend zurückhalten kann,
wird die Hautoberfläche weniger geschmeidig. Feine Schüppchen, Spannungsgefühle
und raue Stellen können die Folge sein.

Aber auch Haut, die reichlich Talg produziert, kann schuppige Bereiche zeigen.
Besonders verwirrend ist das, wenn Stirn und Nase glänzen, während sich gleichzeitig
an den Nasenflügeln oder zwischen den Augenbrauen kleine Schuppen bilden.


Die sichtbare Schuppung sagt deshalb noch nicht zuverlässig aus, ob die Haut mehr Fett,
mehr Feuchtigkeit oder eine andere Form der Pflege benötigt. Entscheidend ist das gesamte Hautbild.
Fühlt sich die Haut trocken und gespannt an? Glänzt sie gleichzeitig?
Treten Rötungen auf? Juckt oder brennt sie?
Und an welchen Stellen entstehen die Schuppen?

Erst diese Beobachtungen helfen dabei, die Pflege sinnvoll auszuwählen.

Wenn die Haut gleichzeitig glänzt und schuppt
Eine besondere Herausforderung ist Haut, die zu Unreinheiten und Fettglanz neigt,
sich aber gleichzeitig rau und schuppig anfühlt. Hier können verschiedene Vorgänge zusammenkommen.
Die Talgproduktion kann erhöht sein, während die Hornschicht Feuchtigkeit nur unzureichend zurückhält.
Auch ungeeignete oder zu intensiv angewendete Reinigungsprodukte können
die Hautoberfläche zusätzlich belasten.


Für ein Hautbild, das gleichzeitig zu einer vermehrten Talgproduktion,
Schuppung und Trockenheitsgefühlen neigt,
wird in der Kosmetik mitunter die Bezeichnung Seborrhoe sicca verwendet.
Nicht jede gleichzeitig glänzende und
schuppige Haut lässt sich jedoch diesem Hautzustand zuordnen.

Wer jetzt ausschließlich versucht, den Fettglanz zu bekämpfen, greift möglicherweise zu
stark entfettenden Produkten.
Dadurch kann sich das Spannungsgefühl verstärken und die Haut noch unangenehmer anfühlen.
Umgekehrt ist eine besonders reichhaltige Creme nicht automatisch die richtige Antwort.
Bei einer Haut, die gleichzeitig zu verstopften Poren und Unreinheiten neigt,
kommt es auf eine sorgfältig abgestimmte Formulierung an.


Die richtige Pflege richtet sich deshalb nicht nur nach der Frage, ob die Haut schuppt,
sondern auch danach, welche weiteren Bedürfnisse sie zeigt.


Können Pflegeprodukte selbst Schuppen verursachen?
Auch das ist möglich. Wer seine Haut sehr häufig reinigt, intensive Peelings verwendet
oder mehrere stark wirksame Pflegeprodukte miteinander kombiniert,
kann die Hautoberfläche unnötig beanspruchen.
 
Besonders bei einer ohnehin empfindlichen
Haut können Spannungsgefühle, Rötungen und sichtbare Schüppchen auftreten.
Das bedeutet nicht automatisch, dass ein bestimmter Inhaltsstoff unverträglich ist.
Manchmal sind die Häufigkeit der Anwendung oder die Kombination verschiedener Produkte entscheidend.


Wenn die Schuppung unmittelbar nach einer Umstellung der Pflegeroutine beginnt,
lohnt es sich deshalb, die neu verwendeten Produkte genauer zu betrachten.
Bei deutlichem Brennen, Juckreiz oder einer ausgeprägten Hautreaktion sollte das verdächtige
Produkt zunächst nicht weiterverwendet werden. Halten die Beschwerden an oder verstärken sie sich,
empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.


Sollte man Hautschuppen einfach mit einem Peeling entfernen?
Der Gedanke liegt nahe: Wenn sich abgestorbene Hornzellen auf der Hautoberfläche befinden,
könnte man sie doch einfach abrubbeln. Ganz so einfach ist es allerdings nicht.


Ein Peeling kann bei geeigneter Haut und sachgemäßer Anwendung dazu beitragen,
lose Hornzellen von der Oberfläche zu entfernen. Doch nicht jede Schuppung entsteht durch eine
Ansammlung von Hornzellen, die lediglich abgetragen werden müssten.

Ist die Haut bereits gereizt, gerötet oder empfindlich, kann zusätzliche mechanische
Reibung die Beschwerden verstärken. Auch häufig angewendete chemische Peelings sind in
solchen Situationen nicht automatisch sinnvoll.

Besonders wichtig ist deshalb die Unterscheidung zwischen einer robusten,
zu Verhornungen neigenden Haut und einer Haut, deren Oberfläche bereits angegriffen
oder entzündet erscheint.  Wer Schuppen bemerkt, sollte also nicht reflexartig zu einem
intensiven Peeling greifen.  Häufig ist es zunächst sinnvoller, die Haut möglichst wenig zusätzlich zu belasten.


Was braucht schuppige Haut bei der täglichen Pflege?
Am Anfang steht eine möglichst schonende Reinigung. Sie soll Make-up,
Schmutz und überschüssige Hautablagerungen entfernen, ohne unnötig starke Spannungsgefühle zu hinterlassen.

Sehr heißes Wasser, kräftiges Rubbeln mit dem Handtuch und häufiges Nachreinigen
können die Haut zusätzlich beanspruchen.  Lauwarmes Wasser und ein vorsichtiges Abtupfen
sind deshalb meist die bessere Wahl.


Anschließend kommt es auf eine Pflege an, die zum tatsächlichen Hautzustand passt.
Bei trockener, rauer Haut können geeignete Feuchthaltemittel und pflegende Lipide dazu beitragen,
die Hornschicht geschmeidig zu halten und Feuchtigkeitsverluste zu vermindern.

Bei gleichzeitig fettiger und zu Unreinheiten neigender Haut kann dagegen eine leichtere Formulierung angenehmer sein.

Wichtig ist vor allem, die Haut nicht ständig mit neuen Produkten zu konfrontieren.
Eine überschaubare Pflegeroutine erleichtert es, die Verträglichkeit zu beurteilen
und Veränderungen des Hautbildes zu beobachten.


Welche Pflegeprodukte können sinnvoll sein?
Für trockene oder empfindliche Haut, die zu feinen Schüppchen und
Spannungsgefühlen neigt,kommt beispielsweise die
Sensitive Cleansing Milk von phytobase als milde Gesichtsreinigung infrage.
Sie ist für die schonende Reinigung unter anderem trockener und empfindlicher Haut vorgesehen.


Auch die anschließende Pflege sollte sich am individuellen Hautzustand orientieren.
Für empfindliche Haut bieten beispielsweise die
Sensitive-Pflegeprodukte von Mila d’Opiz unterschiedliche Möglichkeiten.
Ob eine leichtere oder reichhaltigere Creme sinnvoll ist, hängt insbesondere davon ab,
wie trocken sich die Haut anfühlt und welche Textur gut vertragen wird.


Eine andere Situation liegt vor, wenn schuppige Stellen gemeinsam mit Fettglanz und Unreinheiten auftreten.
Für ein solches Hautbild kommt beispielsweise die
Purifying Cream aus der Skin Clear Serie von Mila d’Opiz infrage.
Sie wurde speziell für die kosmetische Pflege feuchtigkeitsarmer,
zu Unreinheiten neigender Haut entwickelt, die sich gleichzeitig rau und schuppig anfühlen kann.


Entscheidend ist jedoch, die Pflege nicht allein nach der sichtbaren Schuppung auszuwählen. Eine Creme,
die für trockene Haut angenehm ist, muss nicht automatisch auch bei fettiger, schuppiger Haut die beste Wahl sein.
Kosmetische Produkte können die Haut reinigen, pflegen und ihr Erscheinungsbild unterstützen.
Sie sind jedoch nicht dazu bestimmt, zugrunde liegende
Hauterkrankungen zu diagnostizieren oder medizinisch zu behandeln.


Wann sind Hautschuppen mehr als ein kosmetisches Problem?
Nicht jede Schuppung lässt sich durch trockene Haut oder eine ungeeignete Pflegeroutine erklären.
Wenn die Haut über längere Zeit schuppt, deutlich gerötet ist oder stark juckt,
können auch dermatologische Ursachen dahinterstecken.

Dazu gehören beispielsweise Ekzeme oder eine Schuppenflechte,
die medizinisch als Psoriasis bezeichnet wird.
Auch ein seborrhoisches Ekzem kann mit Schuppungen einhergehen.
Es zeigt sich häufig an talgdrüsenreichen Hautbereichen,
etwa seitlich der Nase, zwischen den Augenbrauen oder an der Kopfhaut.


Die unterschiedlichen Erkrankungen können sich äußerlich ähneln. Deshalb lässt sich aus dem
Aussehen der Schuppen allein keine sichere Diagnose ableiten.
Bei anhaltender, ausgeprägter oder wiederkehrender Schuppung,
deutlichen Entzündungszeichen oder Beschwerden wie starkem
Juckreiz sollte eine Hautärztin oder ein Hautarzt die Ursache abklären.

Das gilt insbesondere dann, wenn die Schuppung trotz einer
schonenden Pflegeroutine nicht nachlässt oder sich weiter ausbreitet.


Woran erkennen Sie, ob Ihre Pflege zur Haut passt?
Ein gutes Zeichen ist zunächst, wenn sich die Haut nach der Reinigung und Pflege angenehm anfühlt.
Sie sollte möglichst wenig spannen und nicht durch anhaltendes Brennen oder Jucken auffallen.

Auch die Hautoberfläche kann Hinweise geben. Werden raue Stellen weniger auffällig?
Lässt sich Make-up wieder gleichmäßiger auftragen?
Oder entstehen trotz sorgfältiger Pflege immer wieder neue schuppige Bereiche?


Dabei sollte man keine Veränderung über Nacht erwarten. Die Hauterneuerung ist ein fortlaufender Prozess,
und wie schnell sich das Hautbild verändert, hängt von der jeweiligen Ursache ab. Wichtig ist auch,
nicht jede kurzfristige Verbesserung mit einer dauerhaften Lösung gleichzusetzen.
Eine Creme kann die Hautoberfläche geschmeidiger erscheinen lassen,
ohne damit zwangsläufig die Ursache einer wiederkehrenden Schuppung zu beseitigen.

Bleiben die Beschwerden bestehen, ist es sinnvoller, ihre Ursache abklären zu lassen,
als immer neue Pflegeprodukte auszuprobieren.


Nicht jede Hautschuppe braucht ein Peeling
Schuppige Haut verleitet dazu, möglichst schnell etwas gegen die sichtbaren Hautschüppchen zu unternehmen.
Mehr Reinigung, ein intensiveres Peeling oder eine besonders reichhaltige
Creme erscheinen dann als naheliegende Lösungen. Doch die Haut benötigt nicht immer mehr Pflege.
Manchmal braucht sie vor allem eine besser abgestimmte Pflege und weniger zusätzliche Belastung.

Entscheidend ist, ob die Schuppen mit Trockenheit, Fettglanz, Unreinheiten oder weiteren Beschwerden verbunden sind.
Denn hinter einem ähnlichen Erscheinungsbild können ganz unterschiedliche Ursachen stehen.

Wer seine Haut aufmerksam beobachtet und die Pflege an ihren tatsächlichen Bedürfnissen ausrichtet,
trifft meist die bessere Entscheidung.


Nicht jede schuppige Haut ist trocken.
Und nicht jede Hautschuppe lässt sich mit einer Creme beseitigen.
Entscheidend ist, die Ursache zu verstehen, bevor man die Pflege verändert.